|
EUROPAMEISTERSCHAFT 2007
Es ist geschafft. Die EM ist vorbei und der Alltag hat einen wieder. Nun hat sich das erlebte gesetzt und ich lasse meine Gedanken zurückschweifen.
Meine Frau und ich sind am Samstag nach 9 Stunden Fahrt in Cavaillon angekommen.
Die Range war schon zu und man konnte sich nicht mehr anmelden.
Also fuhren wir zu unserem Hotel und checkten ein.
Das Etap ist ein sauberes und preiswertes Hotel ganz in der Nähe der Shooting Range. Den Abend verbrachten wir unter "Deutschen Freunden" wie Richard und seine Frau und Marcus aus München bei einem köstlichen Rinderfilet und ansässigem Rotwein. Am nächsten Morgen ging es zur Anmeldung und zur Gun Registration.
Am Nachmittag war dann die Eröffnungszeremonie, mit Einmarsch der Nationen, Ansprachen und zur Unterhaltung gab es dann eine Vorführung von Gladiatoren. Das anschliessende Essen mit Cocktails waren kalte Pizza mit Cola aus der 2 Literflasche.
Wir fingen in der Area 1 auf der Stage 5 an. Ein liegender 9 Schüsser. Ich schoss gleich am ersten Morgen auf der ersten Stage eines von meinen 2 Mikes.
Die Stages waren für eine EM nach meinem Geschmack ein bisschen fade aufgebaut.
Es fehlte bei viele Stages auch die Möglichkeit seinen Weg unter mehreren Optionen auszusuchen. Somit war diese EM sehr auf die Schiesserische Leistung eines jeden Schützen ausgelegt.
Es hilft kein klagen, jeder ist mal dran, und manchem gingen bei so einfachen Übungen die Augen auf. Präzision und Trigger-Kontrolle waren angesagt wenn man halbe Scheiben auf 15 Meter und mehr beschiessen möchte.
Unsere Squad setzte sich aus dem Deutschen Standard Team mit Oliver Damm, Michael Schütz, Herbert Jakob und meiner einer zusammen mit den Teams aus der Schweiz und aus Finnland. Alles in allem waren wir 15 Mann (davon eine Frau aus Süd Afrika).
Ich kann sagen das wir eine gute Stimmung in unserer Squad hatten. Wir hatten Spass und wenn es um die "Lösung" auf einer Stage ging halfen sich alle gegenseitig.
Oliver fiel am 3 Schiesstag aus weil er einen üblen Mückenstich hatte, der sich auch noch entzündet hatte. Sein Arm schwoll stark an so das er ins Krankenhaus musste.
Super war das er den Tag am Freitag nachschiessen durfte. So blieb unsere Teamwertung noch interessant im Rennen.
Am 3. Tag auf der Area 3 Packte ich mir auf der Stage 18 noch ein Mike auf einer vollen Scheibe weg. Es sollte bei diesem Ergebniss von meinen 2 Mike bleiben.
Am Donnerstag schoss ich meine letzte Area, die 4. Es war die Area mit den meisten Punkten.
Am Freitag hatten wir frei. Ich nutzte den Tag um mir ein Bild von den anderen Schützen zu machen und ein bisschen die Fühler auszustrecken um vielleicht zu erahnen wo ich am Ende landen würde.
Samstag morgen war der Shoot-Off angesetzt. Ich war dabei, das heisst , ich bin schon mal unter den ersten 8.
Ich durfte gleich gegen Josef Rakusan dem amtierenden Europameister antreten.
Fragt mich nicht wie ich die Stahlplatten geschossen habe, ich konnte mich direkt danach nicht mehr daran erinnern. Auf jeden Fall habe ich mich so gut verkauft, das es bis zum Sieg im Shoot off gereicht hat.
Die Siegerehrung am Abend war in einer grossen Halle in Cavaillon. Ansprachen waren lange..... aber es gab dann schon was zu essen.
So konnte man sich die Zeit des Wartens mit Essen vertreiben.
Ärgerlich ist es allerdings, wenn eine Nationalhymne gespielt wird, du am essen bist und die ganze Zeit aufstehen musst. Wir sind anständige Leute und haben tapfer durchgehalten, bis wir selber an der Reihe waren.
1. wurde Josef Rakusan aus CZ, 2. wurde Julien Boilt aus Frankreich.
Und ich habe es doch tatsächlich geschafft den 3. Rang in meiner Klasse zu erreichen.
Ich hatte eine Riesenfreude und war mächtig stolz bei dieser EM auf dem Treppchen zu stehen. Es kam noch mehr des Guten, mit dem Team erreichten wir den 2. Platz nach dem Team aus der Tschechei.
Es bleibt nur noch, sich bei allen meinen Sponsoren zu bedanken. Ein grosses Dankeschön an Fritz Geppert und Jürgen Tegge die sich für den BDS so sehr einsetzen und uns es ermöglichen diesen tollen Sport auszuüben.
Macht es gut, Danke, Euer Gregory
|