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WORLDSHOOT XV
Vorbereitung.
Die WM ist vorbei. Gehen wir zum Anfang meiner Vorbereitung für die WM zurück. Seit Anfang September habe ich fast täglich trainiert. Jede Trainingseinheit mit ca. 500 Schuss.Sport, Fitness, und die mentale Vorbereitung auf diesen Anlass standen genauso auf dem Plan wie das Schiessen. Ich kann sagen, ich habe alles getan um diesen Wettkampf gut vorbereitet anzutreten.
Anreise. Ich flog am 22.10. über Bangkok nach Bali. Die Reisedauer betrug ca. 22 Stunden. Dort angekommen wurden wir von den Organisatoren in Empfang genommen. Sie halfen uns mit der Einfuhr und den Formalitäten für das Visum. Alles verlief ohne Probleme Dank der guten Organisation. Ich war im Kuta Paradiso Hotel einquartiert.
Wettkampf. Ich startete am Montag Morgen in der Area 2 mit den Stages 7-13. Es regnete am Morgen wie aus Eimern. Was der Hitze nichts antat, sondern es wurde nur noch schwüler. Somit verzögerte sich der Start um ca. eine Stunde. Die grösste Herausforderung war, Schatten zu finden, viel trinken, und trockene Hände haben. Progrip war am ersten Tag ausverkauft. Die Stages waren lieblos und ohne einen persönlichen Touch aufgebaut. Wenn ich die Stages der WM 2002 in Süd Afrika mit den Stages in Bali vergleiche, kann ich nur sagen das diese WM vom Aufbau der Stages einen Tiefpunkt des Stagedesinges ist. Wirklich arm. Das soll nicht heissen das es einfach zu schiessen war, ganz und gar nicht. 15 cm Platten und Minipopper auf weite Distanzen waren die schiesstechnische Herausforderung bei dieser WM. Das bei der Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit von den Schützen alles abverlangt wurde, kann man sich nur schwer vorstellen wenn man nicht dabei war. Wer aber meinen vollen Respekt und Achtung verdient hat, sind die RO`s und die vielen Helfer die den ganzen Tag auf der Stage standen und diese WM möglich machten.
Wir Schützen hatten ja nur einen halben Tag in diesem Glutofen zu verbringen. Die andere Zeit war Relaxen am Pool angesagt.
Das Deutsche Standard Team bestand aus Oliver Damm, Michael Schütz, Maximilian Wiegand und mir. Wir hatten gute Möglichkeiten von der Besetzung her bei dieser WM ein gutes Teamresultat zu schiessen. So war der Plan. Es kommt aber immer anders als man denkt. Maxi hatte am ersten Tag Störungen mit seiner Waffe. Am Dienstag schoss er mit einer Ersatzwaffe. Da brach dann der Auszieher auf einer grossen Stage. Das ist Pech.
Oliver hatte seine gewohnte Leistung nicht so abrufen können. Er hatte keine Zeit sich zu aklimatisieren. Er kam erst am Samsatg in Bali an. Klimaanlage und Zeitumstellung gaben ihm dann den Rest.
Leicht erkältet hatte er einen Aussetzer auf der Stage 16. Eine kleine Rechteck-Plate auf 15 Meter Entfernung war sein Verhängnis (Er war nicht der Einzige dem das passierte).
Man konnte die Plate von zwei Positionen aus sehen und beschiessen. Er beschoss sie aus der ersten Position. An der zweiten Position stoppte er und sagte zum RO das die Plate nicht steht. Er hatte sie aber schon beschossen. Michi hatte am vierten Tag ein ähnliches Erlebnis. Das war es dann mit unserer Teamwertung.
Von jetzt ab ging es nur noch ums "Überleben".
Darin spiegelt sich wie hart es war mit den klimatischen Bedingungen umzugehen und mental keinen Einbruch zu haben. Mir blieb ein solches Erlebnis erspart. Ich schoss auf dem ganzen Wettkampf zwei Miss auf volle Scheiben. Auch gerade nicht rühmenswert aber einigermassen solide. In der Teamwertung kamen wir auf den sechsten Rang. In der Einzelwertung erreichte ich den sechsten Rang in der Standardwertung. Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, da mein Ziel die Top Ten war. Ganz ehrlich, auf dem Treppchen zu stehen wäre mega gewesen.
Wer aber die Amerikaner hat schiessen sehen wusste, das Sie, die ersten drei Plätze unter sich ausmachten. Profis halt.
Ich bin mit meinen sechsten Platz und knapp 95% sehr zufrieden.
Das Ende.
Die Siegerehrung war direkt am Strand. Schön hergerichtete Tische tolles Büffet (Deutscher Koch aus Frankfurt) und ein Bilderbuch Sonnenuntergang rundeten die Feierlichkeiten ab.
Max Wiegand wurde Supersenioren Weltmeister in der Standardwertung.
Die Senioren in der Openklasse schafften es sich den Sieg in der Teamwertung zu sichern.
Ich flog am Dienstag den 3.11. wieder zurück nach Deutschland. Müde und froh Heimatboden wieder unter den Füssen zu haben sehe ich gerne zurück an das Erlebte und weiss das diese Eindrücke der WM XV mir lange in Erinnerung bleiben werden.
Ich Danke allen meinen Sponsoren und dem Deutschen Verband für Ihre Unterstützung.
Mit Kameradschaftlichem Gruss
Gregory
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